Automatische Pulverbeschichtung - Einstellungen und Kontrollblick

Shownotes

Infos zum Podcast:

Praxis-Power für Beschichter – der Podcast aus der Praxis für die Praxis von Matthias Bader und Markus Vüllers.

Um die Zeit zwischen unseren Tagesseminaren zu überbrücken, gibt es nun alle 2 Wochen einen Video-Podcast von der Pulverakademie und Markus Vüllers Coaching.

Informationen zu unserem Tagesseminar Praxis-Power-Tag für Beschichter finden Sie auf der Webseite zum Seminar:

Praxis-Power-Tag für Beschichter

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Markus Vüllers: Guten Morgen Matthias.

Matthias Bader: Ja, guten Morgen Markus. Wo treffe ich dich an?

Markus Vüllers: Ich bin zu Hause, zwei Wochen sind wieder rum. Tatsächlich mal nicht irgendwo unterwegs. Letzte Zeit war es nicht zu viel, aber es war viel. Und ich bin auch mal wieder froh, Büro zu sitzen und dass wir einen Podcast aufnehmen. Wir machen das jetzt immer so im Zweierpack. Das ist schon mal eine ganz gute Geschichte, dass man dann einen Monat dann auch für die Podcasts zugebracht hat.

Matthias Bader: Wir haben ja einen Technik-Podcast und da geht es nicht die tagesaktuelle Aufbereitung der politischen Wahnsinns oder ob ein Kraftwerk-Kühlturm in Grundremmingen gesprengt wurde. Das ist nämlich genau gestern passiert oder vorgestern. Und das seht ihr auch schon. Das heißt, wir sind jetzt Ende Oktober beim Aufnehmen, aber die Ausstrahlung findet erst Mitte November statt. Aber... Und was hast du erlebt?

Markus Vüllers: Ja, ich war vor einigen Wochen in Berlin, mal in einer ganz anderen thematischen Bubble unterwegs. Ich war in Sachen Wissenstransfer gemeinsam mit Elena auf dem Knowledge Camp der Gesellschaft für Wissensmanagement in Berlin. Das ist so ein Jahreskongress, den die veranstalten, wo dann so ungefähr 180 Leute in Präsenz und 50, 60 Leute online dabei sind. aufgeteilt in verschiedene Sessions, verschiedene Themenstränge, die abgearbeitet werden. Und ja, ich habe ganz viel gelernt. Ich habe aber auch ganz viel erlebt in Sachen, wie Technik tatsächlich super funktionieren kann, obwohl es in Berlin keine Glasfaser gibt. Das muss ich immer wieder sagen. Das ganze Event war reibungslos über zwei Tage. Alle Teilnehmer, egal ob online in Präsenz, das war technisch wirklich Erste Sahne, was die da auf die Beine gestellt haben. Interessante Leute kennengelernt. Es ist auch mal schön, ein ganz anderes Thema zu machen, als nur über Lackiertechnik zu sprechen. Es aber wirklich zwei Leute in Berlin, die was mit Lackierbezug zu tun hatten zusätzlich zu mir. ja, also was für mich also wirklich das Thema war, die technische Ausführung dieses Knowledge-Camps war schon ganz großes Kino. Also das funktioniert. Das ist ein anderes Veranstaltungsformat, als wir das in der Branche kennen. Das Praxisforum in Wetzlar ist ja jetzt auch schon wieder ein paar Tage her, wenn der Podcast ausgestrahlt wird. ja, man kann sich da permanent weiterentwickeln und auch mal neue Dinge.

Matthias Bader: Ich bin ja auch im Organisationsteam von Praxis for Runeway und da haben wir uns auch genau aus dem Grund überlegt, wie können wir dieses Veranstaltungskonzept moderner erneuern, interessanter gestalten, damit es einen Sinn macht, dahin zu kommen, damit ich was mit nach Hause nehmen kann und nicht nur mich freue, dass ich Netzwerken kann oder meine alten Bekannten wieder treffen, Welteshals und Klassentreffen. Charakter hat, sondern es muss eben mehr sein. Natürlich gehört das dazu.

Markus Vüllers: Aber man muss eins dazu sagen, ich glaube, wir werden mit Sicherheit noch mal eine Folge ein bisschen intensiver auch über das Praxisforum sprechen. Das ist natürlich eine etablierte Veranstaltung, wo dieser Klassentreffen-Charakter, den du gerade ansprichst, schon auch einen sehr, sehr hohen Stellenwert hat. Also das ist ja ein fest installierter Termin im Terminkalender von den meisten und die sind jedes Jahr wieder da.

Matthias Bader: Und diesen Charakter, den wollen wir auch ganz bewusst am Leben erhalten. Und nicht durch irgendwelche falschen Regulatoren einschränken. Das ist uns schon bewusst auch in der Planung, es kostet auch Geld. Aber das sagen wir, das ist eben der Unterschied. Daran wollen wir, dass uns die Leute beim Wort nehmen können.

Markus Vüllers: Ja, was hast du erlebt?

Matthias Bader: Ich bin dabei, den Patchkatcha Vortrag zu machen. Das wird wieder ein Patchkatcha-Feuerwerk am Praxisforum. Insgesamt vier oder fünf Patchakucha-Patchkatcha-Kurzvortragsstil in Form von 20 x 20. Da bin ich gerade mittendran, denn ich habe die tolle Aufgabe, die besten Azubis des Jahrgangs 25 auszuzeichnen. Mein Wunsch, persönlicher Wunsch war, diesen Leuten eine Bühne zu geben. Und deswegen gibt es diese Auszeichnung der besten Auszubildenden der Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik in Wetzlar gesponsert von der QEW. Und ich bin als Ideengeber sehr gerne bereit, hier Laudator zu sein und habe mit den anderen aus dem Prüfergremium, diese Preisfindungsgremium, haben wir gemeinsam die Preisfindung abgeschlossen. Und da hat mich beeindruckt, das waren tolle Zeugnisse. Da waren wirklich alle mit einer Eins vorne dran. Dieses Vorurteil, die Jugend kann nichts, das kann man an diesen Einsendungen nicht festmachen. Und das zeigt nämlich, dass es sich auffächert.

Markus Vüllers: Ja.

Matthias Bader: Wir haben tolle Facharbeiter. Wir müssen den Facharbeitern eine Plattform geben. Und deswegen ist die Ausbildung so wichtig. Und ich war am Freitag mit dem Zug in Stuttgart in 52 Minuten. Es hat dann drei Minuten länger gedauert. Musste keinen Parkplatz suchen, zu Fuß rüber zu IHK. Also wirklich stressfrei mit dem Regionalzug, mit dem Fahrrad zum und so weiter. Also alles einfach. Und

Markus Vüllers: Mhm.

Matthias Bader: Man darf auch die tollen Sachen nennen. Toll ist Ausbildung, toll ist Wissenstransfer, toll ist einfach zu sehen, dass sich was entwickelt. Und deswegen bin ich gern noch mal fünf Jahre Prüfer für die IHK Stuttgart. Und jeder kennt es, wir beide sind Urgesteine und du noch ein bisschen mehr und ich bin halt...

Markus Vüllers: Mhm.

Matthias Bader: auf den Zug, sobald er bei uns vorbeigefahren ist. Da war das Berufsbild schon fertig.

Markus Vüllers: Ja super, kann man nur eine Lanze für brechen und wir sind da mit unserem dualen System in Deutschland schon auf einem sehr guten Weg und das muss über die Zeit weiterentwickelt werden, das muss am Leben erhalten werden, der Fachkräftemangel, und da sind wir eigentlich schon fast direkt bei unserem Thema, braucht auch Gegenmaßnahmen, die dann Ausbildung heißen. weil das, was dann auch immer mal wieder so erzählt wird, dass Automatisierung, dass die Problemlösung ist für den Fachkräftemangel, das erleben wir ja in den Betrieben, so einfach ist das ja nun mal nicht. Und heute sprechen wir ja nun über einen Automatikbeschichtungsprozess. Wir gehen ja durch die Prozesskette, am letzten Mal über die manuelle Pulverbeschichtung gesprochen und wollen uns heute mal ein bisschen genauer damit beschäftigen, worauf kommt es denn an, wenn da eine Automatikanlage steht. und automatisch.

Matthias Bader: Das ist eigentlich total einfach. Die meisten Automatikanlagen haben eine Teileerkennung und dann muss ich im Prinzip nur noch auf Start drücken. Und dann geht alles von allein.

Markus Vüllers: ganz genau und dann gibt es eine objekterkennung eine konturerkennung dann weiß ich genau wie das bauteil aussieht und genau

Matthias Bader: Die neuen Pistolen machen 3D. Die fahren rein, raus, ruf runter, zick, zack, zuck. Und das ist wirklich toll. Das ist wie Ballett. Das macht wahnsinnig Spaß, dazuzuschauen. Aber ist es wirklich so einfach?

Markus Vüllers: Natürlich nicht. Es braucht schon mal einen, der trotzdem versteht, was dieses Ballett da anrichtet. Und wenn man sich so einfach macht, dann wundert man sich spätestens, wenn die eingebrannten fertigen Teile in großen Mengen aus dem Ofen dass dann doch wieder Stellen da sind, die überbeschichtet sind, die gar nicht beschichtet sind und dass das ohne Weiteres nicht funktioniert hat. Das heißt, es braucht die Fachleute, die auch einen Automatikprozess betreiben und alles was wir diskutieren auch im Zusammenhang mit KI Einsatz das ist alles super was sich technisch da weiterentwickelt aber es braucht immer noch denjenigen der sich diesen Prozess auch anschaut und eingreift wenn etwas aus dem Ruder läuft und der weiß was da im Einzelnen passiert

Matthias Bader: Das Gemeine ist, oft sehe ich das Ergebnis frühestens eine Stunde oder zwei Stunden nach meinem Beschichten. Das heißt, ich habe bei großen Anlagen einen sehr langen Produktionszeitraum, wo ich im schlimmsten Fall schlecht oder falsch beschichtete Werkstücke produziert habe. Deswegen ist es so wichtig, dass hier ein Profi am Gerät steht und nur nachdem er sicher ist auf Automatik drückt auf Start auf Play egal wie das Kind heißt. Und dazu gehört eben zu verstehen was mache ich denn mit der Automatik Pistole? Und wenn da 16 Pistolen montiert sind, dann muss ja das Teil gut rauskommen. Und das ist oft der Irrglaube. hier, letztes Mal haben wir gesagt, die Elektronen müssen auf das Pulver gehen und das Pulverpartikel muss den Weg zum Werkstück finden. Und wenn ich Weg nicht einfach gestalte, weil zum Beispiel die Absaugung in meiner Kabine schlecht ist, dann trifft das Partikel eben nicht das Werkstück. Oder wenn die Werkstücke viel zu schnell vorbeifahren, dann habe ich gar nicht genügend Kontaktzeit für die Aufbringung der richtigen Menge pro Quadratmeter. Das geht rein physikalisch, rein technisch nicht. Und so muss ich eben hier den Prozess wirklich verstehen, wo kann ich überhaupt die Stellschraube verändern. Und das auch schwierig. Das können wir nicht hier runter beten im Podcast. Bei Bandgeschwindigkeit, Mach-, Hub-, Höhe, das und dann die Parameter runter beten und wie bei Vorwerk, dass man praktisch die Rezepte übers Internet abruft.

Markus Vüllers: Was ganz wichtig ist, auch in diesem Fall wird es unsere Botschaft, die wir immer wieder versprühen, umso wichtiger sein, dass die Facharbeiter, die an der Anlage arbeiten, tatsächlich alle Zusammenhänge kennen. Weil gerade bei einer Automatikanlage ist das so. Jetzt nehmen wir mal den einfachen Fall, dass wir vier Automatikpistolen pro Seite haben, also acht Pistolen in der Kabine haben. Es gibt ja auch, das wissen wir, Kabinen, da sind dann 40 oder 60 Pistolen drin. Und der Faktor, des Oversprays, des Pulvers, was vorbeifliegt. Alleine dadurch geprägt, dass ich ja manchmal auch nicht mit Rückgewinnung fahre, weil die Losgrößen dann doch nicht groß genug sind. Umso wichtiger ist es halt, den Prozess komplett zu beherrschen, weil ich meinen Overspray ja auch verachtfache oder vervierzigfache. Weil jede einzelne Pistole sprüht ja Pulver am Teil vorbei. Und der einzelne Handbeschichter hat dann wirtschaftlich gesehen dann doch den etwas geringeren Pulververlust. im Vergleich zu einer Automatikpistole, Automatikkabine. Umso wichtiger ist es halt eben, Zusammenhänge zu verstehen, das Thema Flächenleistung zu erkennen und auch wirklich mal hinzuschauen, was sich an den Prozess optimieren kann.

Matthias Bader: Und das Pulver wird ja durch die Rückgewinnung nicht besser. Das ist ja auch so ein Separierungsprozess und oft mal eine Schwierigkeit, dass hier Schmutzpartikel in den Prozess kommen, sei es durch Vorbeschichtungen oder schlechte Reinigung oder und so weiter. Also das ist ja nicht alles so problemlos. Und deswegen ist auch hier der Erstauftrags-Wirkungsgrad. Das sind alles schwierige Wörter. Die muss man sich aufschreiben, die muss man ablesen. Sehr wichtig. Also der Erstauftrags-Wirkungsgrad. Das heißt, wie viel Pulver? kommt aus der Pistole und wie hoch ist der Prozentsatz, der nachher auf den Teil wirklich landet. Und dann ist es auch, gibt es ja die horizontale und die vertikale Pistolenanordnung von Automatikpistolen und manchmal macht die eine oder andere Anordnung es auch schwierig die Wolke wirklich zu kontrollieren. Die Pulverwolke. Weil dann ist es wirklich schwer, wenn man von einer Seite reinschaut den Unterschied festzumachen. Und aber auch bei den etwas geringeren Ausstoßmengen vom Pulver ist die visuelle Unterscheidung der Pulvermenge extrem schwierig. Von dem her ist es auch wichtig ab und zu in regelmäßigen Abständen den Pulverausstoß zu kalibrieren. Das heißt hier wirklich zu prüfen, kommt aus jeder Pistole die gleiche Menge Pulver raus. Nur dann kann ich sicherstellen, dass ich auch eine möglichst gleichmäßige Beschichtung, zumindest auf flächigen Bauteilen, erreiche.

Markus Vüllers: wichtiges Thema, was wir in unserem Tagesgeschäft ganz oft erleben, dass das sehr selten gemacht wird. Wenn man dann fragt, wann habt ihr denn die Pistolen mal ausgeliefert oder wann habt ihr mal kontrolliert, dann wird da oft mit den Schultern gezuckt. Und wenn man es mal jetzt im Podcast ganz niederschwellig haben möchte, es ist einfach so wichtig, da hinzuschauen, auch da, dass der Mensch, an der Anlage steht, sich einfach einen visuellen Eindruck holt, wie sieht das aus, wie ist der Pulverausstoß, wie kommt das Pulver aus der Pistole, sich aber auch anschaut, mit welcher Hubhöhe fährt der Hubturm über den Umkehrpunkt der Bauteilgeometrie weg, wie viel pustet er tatsächlich unten direkt in die Rückgewinnung oder in den Abfallbehälter, sich aber auch einfach mal anschaut, sind denn von den acht Pistolen auch alle noch in Betrieb oder ist vielleicht Pistole Nummer fünf. gerade mal ausgefallen, weil irgendwo was verstopft ist, da kommt gar kein Pulver mehr raus. Also wirklich diese optische Überprüfung eines automatischen Prozesses ist in der Automatikbeschichtung auch von ganz hoher Wichtigkeit.

Matthias Bader: vorne Strom raus. Das passiert auch still und heimlich, dass die Elektrode sich verabschiedet und eben gar keine Strom rauskommt, sag ich mal. Unfahrend ist.

Markus Vüllers: Ja, ja, absolut.

Matthias Bader: Das heißt, Knopfdrücken alleine reicht nicht. Ich muss wirklich ein Profi sein. Und das macht diese Leute an der Beschichtungsanlage zu Fachmännern, wenn die wirklich, egal ob sie es durch Gefühl oder durch Fachwissen unterstützt, die optimale Einstellung finden. Es wird nicht besser, wenn einer mir das physikalisch rauf und runter beten kann, wenn er es richtig drauf hat. So wie beim Autofahren, ich mache den Vergleich ab und zu, braucht er mir auch nicht erklären, wann er schaltet, wenn er es richtig macht. Aber der andere muss halt hören oder auf den Drehzahlmesser schauen. Und dementsprechend ist diese Hilfe zur Hilfenahme kein Fehler. Oder es gibt da kein richtig und kein falsch, aber unser Plädoyer ist, ich, wir brauchen Leute, die den Prozess im Griff haben.

Markus Vüllers: Ja, und der Sinn von Automatikanlagen ist natürlich klar. Ich habe einen höheren Durchsatz, höhere Flächenleistung, höheren Output aus der Anlage. Damit wird natürlich auch das Risiko bei Fehlern, die sich einschleichen, entsprechend hoch. Das heißt also, der Nacharbeitsanteil nimmt entsprechend zu, die Kosten der Pulveranteil an Verlustpulver nimmt zu, wenn der Prozess nicht effizient ausgelegt ist. Das heißt, alles, was für die Handbeschichtung gilt, gilt für die Automatikbeschichtung in stärkerem Maße. Dann, wenn man den Prozess beherrscht, bringt er natürlich riesige Vorteile mit sich, was das Thema angeht. Aber es kommen halt eben noch mal ein paar Aspekte und Parameter dazu, die man kennen muss, die man verstehen muss und die man dann letztendlich auch beherrschen muss.

Matthias Bader: Wichtig ist dabei auch zu bedenken, wenn ich natürlich einen hochgerüsteten Automatikprozess habe und aus Unsicherheit oder aus den Gründen, dass die Teile halt nicht hundertprozentig passen, eine extrem teure Automatikkabine mit Ausrüstung habe und zwingend im Prozess noch zwei Handbeschichter brauche für Vor- und Nachbeschichtung vorne und hinten. Dann bin ich natürlich da oft auch finanziell übers Ziel hinausgeschossen, dass hier jegliche Wirtschaftlichkeit allein mit diesem Setting unterbunden wird. Und das sehen wir auch sehr oft. Und dann sind die halt eingeplant in der Schicht und dann wäre es ja blöd, wenn die da weggehen und dann machen die sich wichtig. Die sind den ganzen Tag am Arbeiten. Und wenn man das aber dann wirklich mal genauer anschaut, dann sieht man, dass das ja wirklich

Markus Vüllers: Absolut.

Matthias Bader: Unsinn ist wirtschaftlicher Unsinn und heutzutage kriegen wir das jeden Tag gezeigt wirtschaftlicher Unsinn wird bestraft früher oder später

Markus Vüllers: Das ist ein sehr gutes Schlusswort, ich sagen. Das kann man ja fast als Spruch einrahmen und als Kalenderspruch in die Lackieranlage hängen. Das ist aber genau der Punkt. Wirtschaftlicher Unsinn wird am Ende des Tages bestraft.

Matthias Bader: Wir sehen das jeden Tag in den Nachrichten und das ist genau unser Job, warum wir als Missionar rausgehen und zu sagen, schaut mit einer Lupe auf die Kleinigkeiten im Prozess. Das große Ganze stimmt oft. Aber die Details sind die, die den Unterschied machen im wirtschaftlichen Erfolg und deswegen ist es so wichtig, dass man auch eine Stimme von außen kommt. Und nach unserer Erfahrung hat sich bis jetzt noch jeder Einsatz von uns gelohnt für den Auftraggeber. Ja, das war wieder...

Markus Vüllers: Ja, absolut. Ja, wir gucken mal nach vorne. Wir werden beim nächsten Mal ein bisschen über Nasslackierung sprechen, dass wir die andere Technologie auch haben. Und dann werden wir feststellen, dass es da einige Parallelen gibt, vielleicht doch ein paar Dinge, die etwas anders sind als in der Pulverbeschichtung. Ja, und ansonsten. Hört euch den Podcast an, abonniert den Podcast, kommentiert gerne, äußert eure Wünsche, wenn wir noch Thema aufnehmen sollen, über das wir uns einfach mal unterhalten. Wir sind da sehr zugänglich auch für Ideen und für Vorschläge. Und ansonsten hören wir uns dann in zwei Wochen wieder.

Matthias Bader: Ja, also ich freue mich schon und kommt gut durch die Zeit.

Markus Vüllers: Bis dahin, tschau tschau!

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