Praxisforum Wetzlar und Jahresrückblick

Shownotes

Infos zum Podcast:

Praxis-Power für Beschichter – der Podcast aus der Praxis für die Praxis von Matthias Bader und Markus Vüllers.

Um die Zeit zwischen unseren Tagesseminaren zu überbrücken, gibt es nun alle 2 Wochen einen Video-Podcast von der Pulverakademie und Markus Vüllers Coaching.

Informationen zu unserem Tagesseminar Praxis-Power-Tag für Beschichter finden Sie auf der Webseite zum Seminar:

Praxis-Power-Tag für Beschichter

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Markus Vüllers: Guten Morgen Matthias.

Matthias Bader: Ja, guten Morgen, Markus. Jetzt haben wir, ich glaube, die Woche so oft Kontakt gehabt wie noch nie.

Markus Vüllers: Stimmt und dafür haben wir aber auch tatsächlich sind wir nie dazu gekommen neue podcasts aufzunehmen es ist echt schon lange her dass wir beide podcasts aufgenommen hatten wir hatten tatsächlich unseren podcast speicher gut gefüllt und zeichnen jetzt

Matthias Bader: Ja, und was ist denn passiert, dass wir, warum machst du so viel unterwegs?

Markus Vüllers: Ja, es war tatsächlich viel los. Es war auf Tagungen, auf Kongressen. Und wir haben uns ja überlegt, dass wir heute uns eine besondere Tagung mal rausnehmen, auf der wir beide waren, mal so bisschen zu resümieren. Ja, wir zeichnen heute auf für den 18. Dezember und haben gesagt, wir machen am 18. Dezember jetzt auch gleich die Podcast-Folge, wo wir dann ja so einen kleinen Jahresrückblick machen. Und wir dürfen zum Ende nicht vergessen, unseren treuen Zuhörern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch zu wünschen. Das schon mal vorab.

Matthias Bader: Mal schauen, ob wir uns das melken können.

Markus Vüllers: Ja, was hast du erlebt? Fangen wir mal an.

Matthias Bader: Ja, wir beide sind in BVMW, das ist ein Mittelstandsverband. Das ist, ich, eine ganz gute Organisation für die kleineren und mittleren Unternehmen. Und das ist ein toller Netzwerk, wo man einfach miteinander in Kontakt kommt. Und da war ich eingeladen von dem Verband in Mainfranken. Also durfte ich nach Wurzburg fahren. Und Inside Flyer Alarm. Ich kenne die Firma schon lange, habe erst vor kurzem den berühmten Podcast gehört von OMR, wo der Thorsten Fischer wirklich zwei Stunden lang interviewt wurde, woher kommt die Idee von Flyer Alarm, und das war wirklich begeisternd. Und dann waren wir innen drin im Inside, der Produktion von den Großteilwerbungen, also diese Riesenplanen und die ganzen Sachen, wo sie also wirklich ... nicht Papier drucken, sondern eben irgendwelche Rollups oder Messestände oder eben ganze Wandbanner machen. Und da sieht man eben auch diese Struktur, die er damals hatte, viel automatisieren und mehrere Aufträge von gleicher oder ähnlicher Art parallel laufen zu lassen. Das heißt, die Wandbreite von drei oder fünf Meter wurde einfach mit gleichzeitig mit mehreren

Markus Vüllers: Hm?

Matthias Bader: Fahnen verschiedener Aufträge bedruckt und das war ein großes Geheimnis vom Start. Deswegen heißt die Firma Flyer Alarm, weil er hat einfach 24 Flyer auf einer Druckplatte gleichzeitig gedruckt und hat zum Beispiel in einer 1000er Auflage eben statt das Ding 50 mal zu drucken eben 1000 mal gedruckt und hatte gleich 24 Aufträge mit einem mal einrichten und Rüstzeit fertig. Und dann war der Faktor 10 im Preis, den er weitergeben konnte. Also nur wegen der Idee. Und dann heute produziert die Firma nach eigenen Bekunden ausschließlich in Deutschland mit ihren eigenen Werken. Und man spürte das gute Arbeitsklima. Das heißt, es muss Spaß machen, wirtschaftlich gut in Deutschland.

Markus Vüllers: Mhm.

Matthias Bader: fertigen und das war einfach das schöne und das spürt man in betrieben wenn man reingeht ob das nur ein lippenbekenntnis ist oder ob es eben auch so wirklich gelebt wird bis unten an die werker Die sind mit 60 Industriemaschinen. Die nähen wirklich den ganzen Tag irgendwelche Fahnen und Banner und Sachen. Das als Beispiel ist Wahnsinn diese Größe.

Markus Vüllers: Und das funktioniert auch noch in Deutschland. Das ist ja cool.

Matthias Bader: Ja, ja und bei dir? Wo warst du?

Markus Vüllers: Ja, ich kann da nahtlos anschließen. Ich war, bevor ich nach Wetzlar gefahren bin, zwei Tage im Europa-Park Rust.

Matthias Bader: Danke, zöhn!

Markus Vüllers: Genau. Ich hatte vorher große Klappe, bin dann aber tatsächlich nicht in die ganz wilden Achterbahnen eingestiegen, die ich dann da live gesehen habe. Im Europa-Park Rust war das diesjährige Systemlack-Forum der Firma Freilacke. Aber da soll es jetzt heute nicht darum gehen, sondern eigentlich dieses Erlebnis, was diesen Europa-Park angeht. Jetzt mal unabhängig von allen Werbeversprechen und allem, was man so hört und was die dann auch selber von sich erzählen. Dieses Gesamtkonzept hat mich schon ziemlich beeindruckt, weil erstens merkt man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an jeder Ecke an, wie kundenorientiert und wie serviceorientiert sie sind. Das merkt man also tatsächlich vom ersten Moment an. Und mal abgesehen davon, dass das eine coole Location war mit tollen Hotels, dass Freilacke da auch eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte. Man fühlte sich eigentlich vom Hotel, vom Frühstück. über die Tagungsstätte, über das Abendprogramm und alles, da war, sehr gut aufgehoben und hat wirklich so ein Erlebnis, was wirklich einen Familienbetrieb auszeichnet. Und es tauchte dann eigentlich immer wieder auf, Mensch, da gibt es eine Reportage jetzt zum, ich weiß gar nicht, war das 50-Jährige Jubiläum, die hatten auf jeden Fall, ja, hatten ein großes Jubiläum und eine fünfteilige Dokumentation.

Matthias Bader: Aber 50.

Markus Vüllers: beim SWR und ich habe mir tatsächlich die Dokumentation angeschaut, wo man dann also sehr genau sieht, wie der Mack seine Kinder mit ins Unternehmen reinholt, welches die Unternehmensphilosophie ist, wie er mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgeht. Und wenn man dann zwei Tage dort war, das was in der Reportage erzählt wird, war kein Showprogramm, sondern man erlebt das tatsächlich. Und du hast das eben auch gesagt, dass man es den Leuten ansieht in der Produktion. Hier ist es tatsächlich so, derjenige, der die Blätter auf dem Rasen zusammengefegt hat, der spricht die Gäste direkt an, wenn man morgens zum Veranstaltungsort ging. Da ist nicht einer, der für sich alleine da irgendwo rumkrummelt, sondern der freundlich schön guten Morgen wünscht und man merkt, das ist eine ehrlich gemeinte Unternehmensphilosophie. Und das zog sich durch von der Rezeption. über die Reinigungskräfte, über alle Servicekräfte in den Restaurants. Also das war ein rundherum tolles Erlebnis. ja, Service funktioniert auch in Deutschland, also nicht nur Produktion. Das muss nicht immer schlecht sein. Wir haben nur das Talent, dass wir eigentlich immer nur über die schlechten Dinge reden und die positiven Dinge viel zu selten in den Vordergrund stellen.

Matthias Bader: Wir Boomer, wir regen uns immer über die Generation Z auf. Die Generation Z braucht einen Sinn, einen Purpose. Und wir vergessen, dass das nicht nur für die Generation Z gilt. Wir alle brauchen einen Sinn. Und wenn wir diesen Sinn in unserem Unternehmen weitergeben, dann macht es einen Sinn, warum er die Blätter aufkehrt.

Markus Vüllers: Genau. Genau.

Matthias Bader: Und wenn ich nicht nur Blechteile aufhänge und beschichte, sondern die Blechteile eine Geschichte haben, dann müssen die eben schön sein, weil die landen dann in irgendeinem Computertomographen, in dem ich vielleicht nachher im Krankenhaus liege. Und der dann entscheidet, ob der Tumor erkannt wird oder eben nicht. Und so ist man Teil einer Kette. Und wenn ich aber sage, ja du... Mir egal, wir müssen nur die tausend Bleche machen. Dann ist da eben der Sinn verloren gegangen.

Markus Vüllers: Ja, absolut. Und das ist eigentlich das Spannende dabei, was man eigentlich auch immer so im täglichen Geschäft erlebt. ich sag, ist ja eins zu eins die Brücke, die man dann schlagen kann zum Praxisforum in Wetzlar, was wir heute als Schwerpunktthema nutzen wollen. Da kommen die Leute ja auch nicht hin, ohne dass sie einen Sinn dahinter sehen. Weil es war ja wieder volles Haus in Wetzlar.

Matthias Bader: Das war toll, wirklich. Wir sind immer wieder geflasht. Ich war als Teil vom Vorstand schon am Dienstag angereist, damit wir am Mittwoch die Vorstandssitzung machen konnten und danach war mittags die Mitgliederversammlung der QIB. Und dann ging es nahtlos über in den Wellcome am Mittwochabend für alle Referenten und Aussteller und Gäste, die schon vorher angereist waren. Und Der Saal war voll. Und da sieht man, die Leute haben einfach Spaß an der Atmosphäre. Und du warst ja auch da und es hat einfach gefunkt vom ersten Moment. Und ich hatte das Gefühl, es waren 80 % der Menschen schon da. Obwohl eigentlich die Veranstaltung erst ab Donnerstag begonnen hat.

Markus Vüllers: Ja, absolut.

Matthias Bader: Und das ist dieses Qualitätsmerkmal, man eben nicht an die Wand nageln kann, sondern das kam einfach von innen. Es hat dann auch funktioniert vom Essen und vom Service und die Gespräche haben sich durchmischt. Und letztendlich ist das ein großer Teil, warum wir nach Wetzlar gehen zum Praxisforum der QIB, zum Netzwerken, einfach zum Austauschen. Wenn man hier sich ohne Konkurrenzgedanken treffen kann, da kann der Meyer und der Müller reden. Oder eben der Pistolenhersteller A mit B, ohne dass man den Konkurrenzgedanken ausleben muss und genauso auch bei den Beschichtern. Das sind ja alles Kollegen und letztendlich muss jeder sein eigenes Wasser kochen.

Markus Vüllers: Also ich hatte in diesem Jahr auch den Eindruck, ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Also ich fand die Atmosphäre in diesem Jahr noch mal einen Tacken entspannter und familiärer als in den Jahren davor. Es war wirklich eine sehr, sehr angenehme Atmosphäre in den Gesprächen dazwischen. Was Wetzlar ja sowieso immer auszeichnet, ist der genügende Raum wirklich zum Netzwerken. Dass man also wirklich auch Zeit hat in den Pausen.

Matthias Bader: Ging mir auch so.

Markus Vüllers: sich zu treffen und das Abendprogramm. es ist bei Mittag, es sind also immer Zeiten da, wo man sich austauschen kann. Das dann aber auch wirklich mit langen Tischen, die aufgestellt sind, dass man auch immer wieder mit anderen Leuten in Kontakt kommt. Mitten in der Ausstellungsfläche. Also das ist von der Atmosphäre her auch wirklich sehr, sehr gut. Und ich weiß nicht, wie viele Teilnehmer es waren, war weit über 200, 230 oder so was. Das kann sich schon tatsächlich sehen lassen.

Matthias Bader: Ja und die kommen ja nicht nur zum Netzwerken, das ist eine tolle Ausstellung da. Man kann wirklich die Sachen einfach in die Hand nehmen und mit den Leuten wirklich reden. Und die QIB macht immer sehr viel Aufwand, gute Vorträge zu machen. warst ja, dieses Mal, gab's einen Workshop. Das heißt, wir haben uns aufgeteilt in drei Gruppen. Und da waren drei spannende Themen. Das Thema PFAS, das Thema Retrofit und das Thema Fördermittel. Und alle drei Themen wurde eben dann hier auch an die interessierten Teilnehmer ausgespielt. Das war wirklich auch wirklich toll, dass hier neue Schritte gegangen werden. Und wie war dein Erlebnis von diesem Workshop?

Markus Vüllers: Also dieses Thema mit den Workshops und mit den neuen Schritten, das kann man eigentlich nicht stark genug betonen. Ich war ja in diesem Jahr auf sehr, sehr vielen Veranstaltungen. Da waren sehr gute dabei, da waren aber auch Schwächere dabei. Was unterscheidet die Guten von den Schwächeren? Bei den Schwächeren tritt man immer noch auf der Stelle mit alten Konzepten, die vor 20 Jahren vielleicht mal gezogen haben, die heute aber in der Form nicht mehr ziehen. Und das ist einfach Ich mache das mal daran fest, das ist dieses Thema. Wenn ich standardmäßig nur meine 20, 25 PowerPoint Folien zeige und nur zeige, dass meine Firma die besten Lacke, die besten Anlagen, die besten Pistolen herstellt, also reinweg Werbung mache, dann ist das nicht das, was die Leute hinter dem Ofen herlockt. So, und wenn man neue Wege geht mit entsprechenden Praxisanteilen, mit entsprechenden Workshops, dann ist das eine Geschichte, die für die Leute erstmal etwas ungewohnt ist, weil nicht jeder möchte ja dann auch in irgendeine aktive Workshop-Rolle gezogen werden. Ich habe das also jetzt zum Beispiel die J, das Journal für Oberflächentechnik macht, bei seiner Tagung solche Praxismodule, solche Workshops schon seit zwei oder drei Jahren. Mittlerweile haben sich dann auch die Teilnehmer daran gewöhnt, dass man seinen Beitrag leistet. Aber das sind genau diese Schritte, die halt eben so eine gewisse Innovation in die Tagungen reinbringen oder coole Besichtigungen, die man macht, dass man halt sich irgendwo eine Anlage anschaut. Möchte ich mal erwähnen, jetzt hier diese besser lackieren vor Ort Veranstaltung im Juli, wo dann die John Deere Anlage angeschaut wurde, hatte ich hier im Podcast auch schon darüber berichtet. Und genau das Gleiche hat jetzt die QIB mit dieser Kombination Pecha Kutscher Vorträge. kurze, knackige Impulse von der Bühne im Plenum und dann das Aufteilen in die Workshops. Und ich fand das auch sehr gut und auch sehr innovativ, was die Systeme angeht und das Feedback der Leute, denke ich, hat das ja gezeigt. Ich fand das wirklich einen ganz coolen neuen Drive beim Praxisforum in Wetzlar, was die Weichen für die Zukunft an der Stelle definitiv stellt.

Matthias Bader: Bei diesen Live-Veranstaltungen vor Ort muss man aufpassen. Es ist natürlich immer sehr interessant, wenn man einen Inside-Blick bekommt zu diesen tollen Anlagen, zu diesen Leuchttürmen. Aber manchmal ist der Abstand zu seinem eigenen Betrieb zu groß. Und zum einen fällt eben das Standardprodukt, auf das die Anlage konzipiert ist, als Lohnbeschichter. braucht man immer eine eierlegende Wollmilchsau. Und zum anderen sind natürlich auch die finanziellen Mittel von einem Mittelständler, der damit Geld verdienen muss, anders wie von einem Riesenkonzern, der eben eine tolle Oberfläche sich leistet. Und das muss man dann schauen, das war vor vielen Jahren, war man auch bei so einer Veranstaltung bei Lufthansa drin.

Markus Vüllers: Ja, absolut, ja.

Matthias Bader: Das ist natürlich toll, solche riesen Dinge anzuschauen. Aber letztendlich ist natürlich die Umsetzbarkeit von dem, was ist die Take-Home-Message? Was kann ich morgen umsetzen? Und da gibt es natürlich auch diese Details, da muss man wirklich auch in die Ecken schauen oder in die Besonderheiten. Was kann ich da mitnehmen von der Produktionsplanung oder von der Datenvisualisierung bei John Deere? Solche Sachen ...

Markus Vüllers: Ich nicht komplett dabei.

Matthias Bader: Und dann ist ja die Frage, wie kann ich das umsetzen?

Markus Vüllers: Absolut. Ich denke auch, dass die verschiedenen Kongresse und Tagungen, die es in der Branche gibt, alle ihre Daseinsberechtigung haben für unterschiedliche Zielgruppen. Nicht jeder muss zu jeder Veranstaltung oder wird dahin fahren. Und das ist genau das, was du sagst. Es ist zwar immer beeindruckend, sich eine große In-House-Lakieranlage anzuschauen, die, was weiß hohen zweistelligen Millionenbetrag gekostet hat, aber die Lehren für einen Lohnbeschichter, der ganz andere Aufgabenstellungen hat. sind halt dann relativ geringer und für den ist es besser, sich dann mit Kollegen aus der Branche zum Beispiel in Wetzlar auszutauschen und zum Praxisforum zu

Matthias Bader: Das tolle an Wetzlar ist natürlich auch, dass wir in der QIB einen offenen Umgang untereinander pflegen und dass wir wirklich auch das als Netzwerk untereinander sehen und in der Regel da auch wir gern als QIB-Mitglieder untereinander uns helfen, ohne Konkurrenzgedanken. Und da kann ich nur einladen, das wirklich auch einzufordern.

Markus Vüllers: Hm. Hm.

Matthias Bader: Ich weiß von was ich rede. Ich mache seit 15 oder 16 Jahren der Vorsitzende der Technischen Kommission. Das heißt, ich bin da ziemlich tief drin in den Regulatoriken und was wir an QS-Maßnahmen machen und die ganzen Sachen. Und da sind manchmal die Fragen wirklich von den Mitgliedsbetrieben da. Wir haben die Anforderungsprofil. Wie können wir das umsetzen? Und das ist doch gar kein Problem, da kann man doch gern in den Austausch gehen, das heißt nicht, dass wir immer die 100 %ige Lösung haben.

Markus Vüllers: Was mir deutlich geworden ist, ist so Thema, was man bei der QIB natürlich sehr stark spürt. Dieser Generationwechsel mit der Next Generation finde ich ein sehr cooles Thema, was viele Institutionen in der Form mit Sicherheit noch nicht so umgesetzt haben. Das spürt man, dass also auch in den letzten Jahren zunehmend dann die Next Generation auch mit in den Vordergrund rückte. Und du hast natürlich auch einen ganz entscheidenden Anteil mit deinem Jeder braucht Pulver Award, der dann verliehen wird, wo dann die, ich sag mal, übernächste Generation geehrt wird, nämlich diejenigen, die halt erfolgreich eine berufliche Erstausbildung.

Matthias Bader: Mich bewegt das immer sehr. Ich habe da Gänsehaut, weil ich das einfach so toll finde. Und wir dürfen unsere Top-Auszubildenden eine Bühne geben. Und da hilft das nichts. Wenn wir immer nur schauen, was machen die anderen, da genügt ein Spiegel und zu sagen, hey, morgen fange ich an, Wissen weiterzugeben, Wissen zu... vermitteln, Ausbildung zu machen. Die Hürden sind hier wirklich geringer. Wir beide wissen von was wir reden. Als Urgestein, ne, der Verfahrensmechaniker für Beschichtungsausbildung. Und da heißt es, auf den Schluss zu kommen, wir können alle jetzt schon beginnen und wir müssen nicht warten auf irgendein... eine Zeit, wo das besser wird. Wenn wir heute Facharbeitermangel haben, dann können wir dann nochmal zehnmal jammern am Stammtisch, aber wir können auch selber gegen den Facharbeitermangel was unternehmen. Wenn wir heute kein Zukunftskonzept haben, weil uns die Automobilindustrie wegbricht, weil, weil, weil, alles schlecht ist, dann können wir heute uns überlegen, was sind unsere Märkte für drei oder fünf Jahre.

Markus Vüllers: Absolut, Und ich das immer beeindruckt, wenn die jungen Leute auch mal auf der Bühne stehen. Das ist für die ja eine ganz neue Situation. Dann sitzen da unten, was weiß ich, 150 Zuschauer und dann kriegen die auch das Mikrofon unter die Nase gehalten. Und das sind so Eindrücke, die prägen, mal unabhängig davon, dass das für die natürlich auch eine coole Sache ist, an so einer Bronchentagung mal teilzunehmen.

Matthias Bader: Und das

Markus Vüllers: Das sind natürlich, klar, sind die Top-Leute, die dann ihre Ausbildung gemacht haben. Die werden auch alle ihren Karriereweg gehen. Aber das ist genau das Ansinnen im Prinzip, die Leute dann auch zu solchen Aktionen zu motivieren. Also ich hab mich total gefreut. Ich hab in Wetzlar zwei meiner ersten Auszubildende, die Nummer zwei und die Nummer drei, getroffen. Ich hatte das Bild auch gepostet. Beide haben Karriere gemacht. Der eine hat danach seine Technika-Ausbildung gemacht oder sie haben beide ihre Technika-Ausbildung gemacht und haben dann im Prinzip einmal im Beschichtungsbetrieb Verantwortung übernommen und der zweite hat dann halt eben beim Lackhersteller Verantwortung übernommen. Und das ist schon eine ziemlich coole Geschichte, wenn man die Leute dann wieder trifft.

Matthias Bader: Wahnsinn. Und da könnten wir stundenlang weitermachen, aber letztendlich würden wir beide sagen, für das neue Jahr, nach diesem hoffentlich ruhigen und besinnlichen Weihnachtsfest, genügen uns drei Buchstaben. Und das heißt

Markus Vüllers: Ich weiß welche du meinst. Ich sage das Wort Machen und du sagst jetzt die drei Buchstaben.

Matthias Bader: Und ich sag, tun, T-U-N, tun. Ins Machen kommen, Gas geben. Wir können die Zeit der Ruhe und der Besinnlichkeit ... In Süddeutschland geht es ja bis zum 6. Januar, wo drei Königsfeiertage ist. Danach fängt dann unser neues Jahr an. Und diese zwei Wochen, die kann man wirklich nützen für Konzepte, für Ideen. Und was will ich im neuen Jahr machen? Über was habe ich mich aufgeregt? Der Aufreger als Katalysator nehmen für Innovation und Veränderung. Und dann wird plötzlich der Aufreger wertvoll. Oder welche Reklamation hatte ich und was war die Ursache? Und wie kann ich das nachhaltig umdrehen, dass ich mich das nächste Mal so einen blöden Zwischenfall nicht aus den Latschen wirft?

Matthias Bader: Ja, aber jetzt mach du deinen Weihnachtsgruß.

Markus Vüllers: Ja, wir hatten noch ganz viel vor, aber wir wollen die Podcast ja nicht ins Endlose ziehen. Das wird oder das hier ist der der letzte Podcast in 2025. Das ist unsere Nummer 38. Also wir haben 38 Podcasts mittlerweile gemacht. In 2026 geht es weiter. Wir haben schon wieder ganz viele Themen, die wir noch auf dem Plan haben. Wir werden weitergehen in unserem Gesamtprozess. Und ja, und machen dann mit der ersten Folge im neuen Jahr dann in 14 Tagen weiter. Dann sprechen wir über Nasslackierung. Das ist der Blick ins nächste Jahr. Ja, und dann bleibt uns eigentlich nur noch, allen besinnliche Feiertage zu wünschen. Einen guten Rutsch ins neue Jahr. Denkt an paar gute Vorsätze, die eure Prozesse, eure Unternehmen, eure Technologien nach vorne bringen. Arbeitet daran und genau das, was Matthias eben gesagt hat, und dann setzt. diese Themen in 2026.

Matthias Bader: Wir sagen Dankeschön für die treue Zuhörerschaft das ganze Jahr über. Herzlichen Dank und auch von meiner Seite wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit und einen sauguten Start ins neue Jahr.

Markus Vüllers: Bis nächstes Jahr. Ciao, ciao.

Matthias Bader: Bis nächstes Jahr!

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