Roboter in der Lackierbranche
Shownotes
Infos zum Podcast:
Praxis-Power für Beschichter – der Podcast aus der Praxis für die Praxis von Matthias Bader und Markus Vüllers.
Um die Zeit zwischen unseren Tagesseminaren zu überbrücken, gibt es nun alle 2 Wochen einen Video-Podcast von der Pulverakademie und Markus Vüllers Coaching.
Informationen zu unserem Tagesseminar Praxis-Power-Tag für Beschichter finden Sie auf der Webseite zum Seminar:
Praxis-Power-Tag für Beschichter
Das Video der Aufzeichnung wird auf unseren YouTube-Kanälen veröffentlicht und die Audio-Spur erhalten Sie als Podcast überall, wo es Podcasts gibt
Abonnieren Sie den Podcast, damit Sie keine Folge verpassen!
Weitere Informationen finden Sie auf unseren Webseiten und LinkedIn-Profilen:
Pulverakademie
Matthias Bader Zeppelinstr. 9 73430 Aalen
Tel: +49 7361 812 11 33 Mobil: + 49 162 266 85 16
Mail: mb@pulverakademie.de
Webseite www.pulverakademie.de
Markus Vüllers Coaching - LA©KADEMIE
Markus Vüllers Melschen Kamp 2 33178 Borchen
Tel: +49 5252 390375 Mobil: +49 171 303 7718
Mail: info@markus-vuellers-coaching.de
Transkript anzeigen
Matthias Bader: Hallo Markus!
Markus Vüllers: Hallo Matthias.
Matthias Bader: Ich wünsche dir und deiner Familie ein gutes neues Jahr. Wirklich ein neues Jahr, das es auch verdient hat, neu und gut anfangen zu dürfen und das täglich daran gearbeitet wird, dass es auch wirklich zu einem guten neuen Jahr wird.
Markus Vüllers: Vielen, vielen Dank. Das wünsche ich dir auch. Das gebe ich eins zu eins zurück an dich und deine Familie. Und ich habe ein gutes Gefühl für 2026. Und wir sind ja jetzt ganz frisch. Wir schreiben heute den den zweiten Januar. Der Charta von Silvester ist vertrieben. Und ja, wir sprechen heute darüber, was so unsere letzten Highlights des letzten Jahres waren. gucken dann mal weiter auf unseren Lackierprozess. Was war dein Highlight des letzten Jahres? Am Ende.
Matthias Bader: Ja, ich war von der Industrie- und Handelskammer eingeladen für einen Innovations-Workshop. Und da habe ich zu meiner Frau gesagt, da muss ich hin, weil da war die Überschrift Lernen von den Besten. Und das ist so ein Kallauer, den trage ich auch oft vor mir her, weil ich den ein oder anderen Preis gewonnen habe und dann gäbe ich damit an und dann werde ich da immer geschumpft, ich wäre zu prahlerisch und ... Die Sprüche, wenn du wissen willst, wo vorne ist, dann musst du einfach schauen, wo ich bin. Das sind alles Sprüche, die natürlich eine gewisse Selbstüberheblichkeit durchaus ein bisschen Kritik vertragen. Und mit dieser Überschrift wurde ich nach Heidenheim gelockt in unsere Industrie- und Handelskammer. Und da war eine tolle Veranstaltung. Und die zwei Entwickler von E-X-L Center aus Mailand sind extra gekommen. Das ist eine globale Beratungsfirma, die wirklich viele Standorte hat, sowohl in Asien wie in Amerika und Europa. Und die unterstützt große Betriebe und auch kleinere Betriebe, Innovationsstrategien zu entwickeln. Und da war eben die Idee, dass sich wirklich die Innovationen möglich machen kann. dass ich Innovationen mir überlegen kann und dass mir hier natürlich auch eine Innovationskultur benötigt. kann nicht einfach sagen, jetzt macht halt mal Innovationen. Und da, das war so die Kernbotschaft, diese Innovationen sind aber möglich und die Unternehmer und die Mitarbeiter in den Unternehmen, die haben die Ideen und Das muss man einfach Platz geben und mit den richtigen Techniken ans Tageslicht fördern. Und dann haben wir plötzlich auch neue Geschäftsfelder. Und man muss sich nicht mehr überlegen, auf einem toten Pferd das ganze Jahr noch weiter zu reiten. Ja und was war bei dir?
Markus Vüllers: Hm.
Markus Vüllers: Ich war im Museum. das war das Heinz Nixdorf. Ja, genau. In Paderborn das Heinz Nixdorf Museumsforum, das größte Computermuseum der Welt. Ich habe das noch nicht überprüft, aber ich glaube sogar, dass das tatsächlich stimmt. ist also klingt dann auch so ein bisschen überheblich, aber zu Recht. Warum waren wir da?
Matthias Bader: Ja toll! Heimatmuseum Paderborn oder wo warst du?
Markus Vüllers: weil dort eine Dauerausstellung lief für 2025 anlässlich des 100-jährigen Geburtstages von Heinz Nixdorf. Also die große Unternehmerpersönlichkeit in Paderborn, der die Nixdorf Computer AG gegründet hat, dem wurde eine Sonderausstellung oder ein Ausstellungsjahr quasi gewidmet mit verschiedenen Events und Ja, da ich ja nun 26 Jahre meines Berufslebens in dem Unternehmen Nixdorf zugebracht habe, war es völlig klar, dass wir da nochmal hin wollten. Dann haben wir uns einen Sonntag ausgepickt, wo das Wetter nicht so gut war. Ja, und es ist tatsächlich sechs Jahre her gewesen, dass ich das letzte Mal dort war. jetzt schon einige Male im Museum. Und das wird in der nächsten Zeit auch Anfang diesen Jahres nochmal passieren, weil es gibt dort so viel zu sehen, dass man da wirklich regelmäßig hingehen kann. Und wirklich Empfehlung für jeden, der... in Paderborn ist, das Museum zu besuchen. Jeder, so bisschen technikaffin ist. Die Geschichte, wie das Lesen, Schreiben und Rechnen entstanden ist über irgendwelche Kodierungs- und Schiffriermaschinen, Enigma als Code Knacker und also es ist alles in der Ausstellung da. Und das Besondere, wir sind ja nun beide in einem Alter, dass wir diese gesamte technische Entwicklung live erlebt haben. Sagen wir mal, von den 70er Jahren bis heute. Wie haben sich Taschenrechner entwickelt? Wie haben sich in den letzten 20 Jahren Mobiltelefone entwickelt? Das ist genau der C64, der dort ausgestellt ist. Die aktuelle Dauerausstellung heißt Die Entwicklung des PCs. Und das fängt natürlich mit den ersten Personal Computern an. Das fängt an mit natürlich mit dem C64.
Matthias Bader: Was war? Komodore?
Markus Vüllers: Da sind die ersten Apple und IBM und Macintosh ausgestellt. Also es ist wirklich eine Reise durch die Vergangenheit. Man kann ganz viel interaktiv machen und es ist...
Matthias Bader: Aber... Da war Italien ein Vorräter.
Markus Vüllers: Absolut. das ist alles. Es gibt nichts, was man dort nicht findet. Und deswegen ist dieses Museum wirklich eine Empfehlung. Und also es ist wirklich eine Reise durch die Vergangenheit.
Matthias Bader: Aber du bist ja nicht ins Museum gefahren, dir das Ketten zu wälzen.
Markus Vüllers: Ich habe mir tatsächlich die Speichermedien der letzten 40 Jahre noch mal angeguckt, von den Lochkarten bis hin zur MicroSD. Aber das Highlight des Tages, das habe ich im letzten Jahr schon bei LinkedIn das ein oder andere Mal gepostet, war mein Gespräch mit Amerika. Ich habe dort Amerika getroffen.
Matthias Bader: Ist das eine neue Freundin? Was sagt da eine Frau?
Markus Vüllers: Ob es eine Freundin ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat Ameka eine sehr interessante Gesichtsmimik, ist hochgradig intelligent, sehr kommunikativ und meine Frau hat daneben gestanden, hat sich das angeschaut und gefilmt. Ameka ist ein humanoider Roboter mit der Besonderheit, er ist natürlich an eine KI angeschlossen, was das Wissen angeht, die Besonderheit ist die Gesichtsmimik und die Beweglichkeit, also Stand jetzt. 2026. Das wird sich alles weiterentwickeln. Auch die anderen Humanoiden, die es davor gab, sind zum Teil dort im Museum zu finden. Aber mit Ameka kann man sich tatsächlich unterhalten. Steht ein Mikrofon, kann man seine Fragen stellen. Und ich habe natürlich mit Ameka über Lackiertechnik gesprochen und war ziemlich begeistert, welche sehr guten Antworten Ameka gegeben hat. Und es waren alles Themen rund das Thema Nasslacke, die ich gestellt habe. ja, das ist die beste Brücke zu unserem heutigen Podcast-Thema.
Matthias Bader: Ja, was hat eigentlich gefällt, dass ihr nicht gleich angefangen habt zu lackieren? Zu zweit, du mit deiner KI-Roboter-Lehrling und du, der große Meister.
Markus Vüllers: Also es wäre wahrscheinlich gut gewesen. Ameka war aber wirklich eingebunden. war also wirklich festgezurrt auf dem Podium. Ameka kann sich tatsächlich bewegen. Habe ich aber da nicht live erlebt und ich kann mir auch vorstellen, gerade was die Beweglichkeit angeht, sind diese Humanoiden irgendwann auch wirklich in der Lage, solche Beschichtungsprozesse, ja ich sag mal, vermenschlichter darzustellen als es die heutigen Lackierer heute gibt.
Matthias Bader: Das ist ja egal wie der Roboter aussieht. Roboter begleiten uns seit unserer Kindheit. Da waren sehr alte Waschmittelkartons und mit Alu verkleidete Pappröhren. Und so haben wir uns die Roboter vorgestellt als Kinder.
Markus Vüllers: Robbie, Tobi und das Fliver Tüt.
Matthias Bader: Zum Beispiel. Und die Geschichten haben das natürlich genährt. das hat uns ja schon gezeigt, wenn ein Roboter auf Rädern uns das Essen serviert im Restaurant, dass es durchaus einen Mehrwert sein kann, dass eben ein Profi die Bestellung aufnimmt und es beliefern nachher in einer geteilten arbeitsteiligen Umgebung stattfindet. Dann muss ich halt das Teller selber da wegnehmen. Das wird aber sicherlich kein 23 Sterne Lokal sein, wo das passiert. Und insofern ist der Vorteil des schnellen Essens vielleicht besser. Aber im Jahr 2026 wird prophezeit, dass Roboter alltäglicher werden, dass wir immer häufiger in Kontakt treten und dass die Roboter eben verschiedene Aufgaben übernehmen können, ohne große Einarbeitung. Das heißt, wirklich, so wie du es gezeigt hast, mit der Beantwortung von Fragen, ist jetzt nicht was Besonderes. Das kennen wir fast alle bei der Benutzung mit dem Handy. Wenn wir in Dialog gehen mit einer KI, dann kann man das ähnliche Erlebnis schon mal haben mit diesem Wissen. Aber es wird ja zum Beispiel gesagt, dass ein humanoider Roboter im Hotelservice eingesetzt werden kann. Und die Schwierigkeit bei Hotels ist eben, dass viele Zimmer unterschiedlich sind. Und er erkennt dann eben mit seinen Augen, was das Bett ist und wie man das Bett machen muss. Und muss nicht diese alte Systematik der ganz festgeschriebenen Ordnung haben, sei es auf dem Gehänge oder diesen Arbeitsumfeld mit Vorrichtungen. Das ist ja der große Gamechanger, dass er sich einstellen kann und die Aufgaben Bett machen. und Waschbeckenputzen selbstständig innerhalb von diesem Bereich erkennt und dann auch erledigt. Und ich kann mir gut vorstellen, dass in wenigen Monaten Roboter irgendwelche Kleinteile aufhängen.
Markus Vüllers: Vielleicht sollten wir mal ganz flexibel unser heutiges Podcast-Thema anpassen und einfach mal weiter über Roboter sprechen und wirklich mal den Gedanken weiterspinnen, wo sehen wir denn Roboter, humanoide Roboter im Bereich industrieller Lackiertechnik? Und das Thema Nasslackierung verschieben wir auf in 14 Tagen.
Matthias Bader: Ja gerne. Du hast ja schon angeteasert, dass ich nicht so gerne über Nasslack spreche, weil der riecht und der macht immer so dreckige Finger, wenn man keine Handschuhe anzieht. Insofern bin ich nicht traurig, wenn wir die Nasslackpampe mal auf die Seite stellen.
Markus Vüllers: Ja, dann machen wir das nochmal. Dann sprechen wir weiter über Roboter. Über Bestückung hast du schon gesprochen. Das sehe ich genauso. Das wird definitiv ein Thema sein, wo Automatisierung, Robotereinsatz eine große Rolle spielt.
Matthias Bader: Vor über 20 oder 25 Jahren war in der Halle 6 das ausgestellt und da hat Eisenmann eine Demonstrationsanlage aufgebaut, die Kontaill-Kühlschrank-Türen vollautomatisch aufhängen an Gehänge. Und da war eben die klassischen Sachen ein Produkt und ein Gehänge und das muss wirklich ganz genau passen. Und die Bewegung konnte man durch Synchronisation irgendwie abver- Aber davon reden wir nicht. Das sind ja wirklich hier Möglichkeiten, dass der Roboter immer flexibler schaut und reagiert und dann die entsprechende Systematik, die ihm beigebracht wurde, anwendet. Bei der Beschichtung spricht man davon, dass die Teileerkennung weitgehend automatisch erfolgen könnte. Da muss man immer sehr viele Wahrscheinlichkeitsformen dazu packen. ist noch nicht so, dass man irgendeinen Teil dem reinschiebt in die Kabine und der das selber erkennt und alles fehlerfrei lackiert. Das ist immer noch weit entfernt. Aber diese drei
Markus Vüllers: glaube aber, dass die Möglichkeiten, die wir heute schon haben...
Matthias Bader: Diese 3D-Erkennung, die fährt ja dann die Pistolen rein in ein Gehäuse und macht eine viel bessere Ausbeschichtung von diesen schwierigen Innenräumen, bis vor kurzem noch denkbar war. Und da wird eben am Eingang gescannt und überwacht und geschaut und dann wird eben die entsprechende Programmierung eins zu eins in der Kette weitergereicht, dass die rechtzeitig da ist, wenn dieses Programm oder diese Tätigkeit notwendig ist.
Markus Vüllers: glaube auch wenn man das realistisch betrachtet die die kunst wird darin bestehen die einzelnen module an automatisierung die heute schon relativ gut funktionieren die zusammenzubringen und auf die beschichtungstechnologie zu adaptieren das heißt also optische erkennung mit camerasystem die dann die positionierung anpassen das ist dieser 3d scan den du sagtest dass dann also im prinzip Wenn das Bauteil vielleicht doch etwas schräg hängt, weil der Haken irgendwie doch etwas länger war, dass dann das entsprechende Beschichtungsprogramm angepasst wird. Das gilt dann für Pulverbeschichtung, für Nasslackierung. Das gilt aber auch ganz besonders, wenn es darum geht, ich sage mal, so etwas kompliziertere Bestückungsvorgänge mit dem Aufhängen und mit dem Verpacken zu kombinieren. Oder eine optische Qualitätskontrolle. die sich nicht nur auf eine schichtdicken Messung bezieht, die dann auch mit einer Verpackung zu kombinieren und mit der vielleicht automatischen Abnahme der Bauteile vom Gestell. Da sind ja nun ganz viele Dinge möglich und denkbar, die heute in Einzelanwendungen alle schon funktionieren. Und die Kombination und die Übertragung auf industrielle Lackiertechnik, da fehlt es dann eben.
Matthias Bader: Ein Kollege von uns, oder von mir, der hat mehrere Roboter im Einsatz auf sogenannten Karussellanlagen, wo dann ganz gezielt aufwendige Werkstücke, die vielleicht eine Maskierung brauchen, und das kann er dann an dem Gestell alles machen. Und dann beschichtet der Roboter auf der Rückseite ungestört und das kommt das Teil nach zwei oder drei Tagen. wieder vor und wird dann von einem Werker umgehängt auf eine Ofenbestückung. In dem gleichen Betrieb habe ich eine Schleifzeile gesehen, wo also Roboter wirklich mit viel Kraft Druckluft-Exzenterschleifen auf Werkstücken zum Aufrauen, zum Ägalisieren, zum Nähte verputzen. das sind natürlich Sachen, da ist aber auch das Tolle, er hat ein spezielles Teach-in-Verfahren, wo so ein komplizierter, schwerer Roboter, der dieses Teach-in noch nicht kann, wo aber mit diesem Zusatzmodul dieses Teach-in übersetzt wird, sodass es dieser Roboter versteht. Das ist ja auch oft die Schwierigkeit, dass die des Verständnis fällt. Wie muss ich mit dem Gerät umgehen?
Markus Vüllers: Wobei ich davon überzeugt bin, dass wir uns von ganz vielen Dingen verabschieden werden, die wir jetzt heute kennen und diskutieren. Also wir werden zukünftig über Teach-in wahrscheinlich nicht mehr diskutieren. Dann sagt man dem Roboter, was man möchte und dann macht er das. Wenn man jetzt mal so wirklich in einer Lackieranlage sich Prozesse vorstellt, die heute standardmäßig sind, die aber auch immer wieder Zeit kosten. die Personal binden. Man kann sich durchaus vorstellen, etwas größerer Betrieb, der dann irgendwo zwischen einem Lager und einer Materialausgabe und dem Produktionsbereich irgendwelche fahrerlosen Transportsysteme hin und her schickt, die heute ja auch alle viel weiter sind als die Klassiker, wo man noch irgendwelche Induktionsspulen im Boden brauchte. Oder aber tatsächlich diese vierbeinigen Roboterhunde durch die Gegend schickt. der dann vielleicht die Rolle mit Spezialklebeband aus dem Lager holt und das nicht der Bestücker machen muss, der dann die Kette anhält, weil er gerade eben loslaufen muss, irgendetwas aus dem Lager holen muss. Also ich denke, sind ganz viele Dinge möglich, zukünftig, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Matthias Bader: Die KI ist ja kein Schimpfwort. Die KI heißt, dass der aus den abgelaufenen Prozessen, die schon da sind, dass er einfach aus diesem Erfahrungsschatz weiter lernt. Mir, das wurde in einem Video genannt, das autonome Fahren wollten am Anfang die Ingenieure umsetzen, dass die dem Auto jede Situation beibringen. Und das geht aber nicht. Du kannst nicht jede Situation beibringen. Und das übernimmt jetzt praktisch die KI, dass die zuschaut in Millionen von Fahrten und daraus dann selbstständig lernt und daraus Algorithmen dann ableitet. Und das ist dieser große Vorteil, den wir auch tagtäglich erleben mit dem Umgang mit KI, dass es immer besser wird. Und Das geht viel viel schneller als wir uns es heute Anfang 2026 vorstellen können. Deswegen lade ich ein neugierig zu bleiben. Einfach zu probieren. einfach da zu prüfen. Für mich ist da auch ein Beispiel der Thermomix. Im Thermomix kann ich Zutaten eingeben, dann schlägt er mir ein Rezept vor und dann werde ich durch das Rezept durchgeführt. Das heißt, da ist ja wirklich dieser Vorteil, ich muss selber an dieser Stelle wenig oder kein Fachkenntnis haben. Ich werde an die Hand genommen von der Maschine. Und das ist natürlich auch ganz oft in vielen anderen Fällen so bereits umgesetzt. Fällt dir da was ein aus der Beschichtungsbranche?
Markus Vüllers: Ja, also ich sag mal das Thema, was ja immer in den letzten Jahren diskutiert wurde, diese Closed-Loop-Diskussion, dass ich halt eben über berührungslose Schichtdickenmessung die Rückkopplung bekomme auf meine Anlage, die entsprechenden Einstellungen optimiere und die Parameter anpasse, ist mit Sicherheit ein Thema.
Matthias Bader: Ich wollte einen Schritt noch weiter vorne ansetzen. Viele Anlagenhersteller haben eine Farbwechselroutine, die menügesteuert abläuft. Und muss der Werker die einzelnen Schritte auch immer bestätigen. Ja, ich habe die Düsen abgeblasen. Enter. Und dann sagt er, jetzt geh zum nächsten Schritt. Und diese ...
Markus Vüllers: Okay.
Matthias Bader: Menüführung macht natürlich auch eine Prozesssicherheit. Und so wird natürlich diese Maschine Mensch-Interaktion strukturierter und geführter und dadurch steigt auch die Qualität oder sinkt die Fehlerhäufigkeit. Und das sind viele... Ich sag immer im Spaß oder im Scherz, bei McDonalds pfeift die Fritteuse, wenn die Pommes frites fertig sind.
Markus Vüllers: Ja, absolut.
Matthias Bader: Das heißt, du kannst zu jedem hinstellen, der das kapiert hat, dass wenn es pfeift, muss ich die Pompfrit hochziehen. Und wenn ich solche Mechanismen einbaue in meinen Prozess, werde ich prozesssicherer.
Markus Vüllers: Ich bin tatsächlich gespannt, ob wir in diesem Jahr, dies ist ja das Paint Expo Jahr 2026, ob wir in diesem Jahr auf der Paint Expo genau solche, ich sag mal, Weiterentwicklungen von KI und Automatisierung in der Lackier- Beschichtungsbranche sehen und erleben werden. Ich habe so ein bisschen die Befürchtung, dass die Branche noch so ein bisschen zurückhaltend agiert, was das Thema angeht. Also meine Erwartungshaltung ist da etwas eingeschränkt. Ich lasse mich da gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber das werden wir mit Sicherheit noch ausführlich diskutieren, wenn wir die Paint Expo besuchen und wenn wir danach weitere Podcasts haben.
Matthias Bader: Ich bin gespannt, wie das Jahr 2026 wird, wie das gefühlte und das echte Konjunkturparameter ausschlägt. Und wenn das Konjunkturparameter nicht gut ausschlägt, dann muss ich schauen, vielleicht kann ich mir mein eigenes Parameter machen. Und in enger werdenden Märkten brauche ich Diversifizierung, brauche ich Sonderstellungen, das beliebte Alleinstellungsmarkmal, da wünsche ich viel Spaß. Bei der Suche jetzt, wenn das Jahr noch jung ist und die Ideen sprießen, vielleicht gibt es Ideen, wie ihr euer Produkt mehr Alleinstellung geben könnt im Vergleich zum Mitbewerb.
Markus Vüllers: Ja, das war jetzt mal eine ganz flexibel angepasste Folge ausgehend von Ameka im Heinz-Nichsdorff-Forum hin zur Automatisierung. Aber du kommst das Thema Nasslackierung nicht drum herum. In der nächsten Episode sprechen wir über den Nasslack und den Flüssiglack, der seine Daseinsberechtigung auch zukünftig haben wird, weil Pulver immer noch nicht alles abbilden kann, was Nasslack können.
Matthias Bader: Ich bin in einer Autolackierung aufgewachsen und habe mich an diesen tollen Karossen immer erfreut. Und in den 70er Jahren hat man noch wirkliche Ganzlackierungen gemacht. Also da war das ja eine Tagesordnung, dass man wirklich ein ganzes Auto vorbereitet hat und nass lackiert hat. Und es konnten wirklich damals nur die Profis machen, die ein Auto am Stück durch lackiert haben. In diesem Sinne, startet gut!
Markus Vüllers: Ja, da steigen wir nächste Woche. Dann würde ich sagen, bis in 14 Tagen, guten Start ins neue Jahr und wir hören uns in zwei Wochen wieder. Bis dahin, tschau tschau.
Matthias Bader: Ja.
Matthias Bader: Wir freuen uns.
Neuer Kommentar